Pleiten, Pech und Pannen - oder: Ein Geisha-Shooting voller Hindernisse

© cornels-photographie
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Nach einer gefühlten Ewigkeit – welche in Wirklichkeit nur ein paar Wochen dauerte – hatte ich endlich wieder ein (Streicher-) Shooting mit meinem lieben Fotografen Cornel Krämer. Ich hatte mich schon riesig darauf gefreut, denn dieses Mal wollten wir mit dem Cello in den Japanischen Garten in der Rheinaue Bonn gehen.


Wie immer hatte ich bereits Tage vorher begonnen mich eingehend mit dem Shooting-Thema sowie meinem Outfit und dem Make Up zu beschäftigen. Was ich da noch nicht geahnt hatte war, dass meine spezielle Schminke für dieses Vorhaben absolut ungeeignet ist.


Sonntagmorgen, gleich nach dem Aufstehen, hatte ich mich frisiert und mein Shooting-Outfit angezogen, um die Zeit nach dem Frühstück in aller Ruhe für das Make Up nutzen zu können. Der erste Versuch mein Gesicht ebenmäßig weiß zu bekommen schlug völlig fehl, da meine tolle Schminke augenblicklich auf der Haut trocknete und dadurch alles komplett fleckig und streifig wurde. Der zweite Versuch mit "professioneller" Clownschminke aus der Tube verlief auch nicht viel besser. Zwar trocknete die Creme nicht sofort, doch konnte man sie ebenfalls nicht ebenmäßig auftragen. So musste ich mich ein weiteres Mal komplett abwaschen und von vorne beginnen. Dieses Mal wollte ich es mit stark deckendem weißem Puder versuchen, was zum Glück auch ganz gut funktioniert hat. Allerdings war die Zeit bereits so weit fortgeschritten, dass mir für das eigentliche Make Up nur noch viel zu wenig davon übriggeblieben war. Mit dem Schminkergebnis zwar bei weitem nicht zufrieden haben wir uns dann aber noch mehr oder weniger pünktlich auf den Weg nach Bonn gemacht, um Cornel nicht warten zu lassen.

 

Doch kaum waren wir im Japanischen Garten angekommen und hatten die schönsten Ecken für das Shooting ausgekundschaftet, fing plötzlich mein linkes Auge wie verrückt an zu tränen und wollte gar nicht mehr aufhören. So verlief jetzt auch noch mein trotz der Eile kunstvoll aufgetragener schwarzer Eyeliner vermischte sich mit dem weißen Puder… Durch den verstärkten Tränenfluss habe ich dann auch noch eine Kontaktlinse eingebüßt. Aber dank Photoshop ist der Schaden ja nachträglich wieder zu reparieren ;-)

 

Damit war die Pannenserie jedoch noch nicht zu Ende.

Nachdem wir das erste Set durchfotografiert hatten, hörte zwar das Tränen wieder auf, doch gerade als ich mich nachschminken wollte hörte ich plötzlich einen lauten Knall und sah nur noch wie der externe Blitz sich selbstständig machte und auf den Teich zurollte. Zwar ist mein Mann sofort hinterher gehechtet, doch war es bereits zu spät und das teure Gerät platschte ins Wasser. Zum Glück konnte er es aber vor dem endgültigen Versinken ergreifen und wieder herausfischen.

Wie durch ein Wunder hat der Blitz sogar noch funktioniert und ab diesem Zeitpunkt war uns das Glück wieder hold!!! Nicht zu vergessen, dass es der erste sonnige Tag nach einer kalten Woche voller Regen war!

 

Die Fotos sind meiner Meinung nach wieder superschön geworden und können in meiner Cello-Galerie betrachtet werden (auch wenn auf vielen eine Geige drauf ist ;-)). Ich hoffe sie gefallen Euch ebenfalls!?

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Kommentare: 1
  • #1

    Cornel (Montag, 01 Juli 2013 11:17)

    Noch ein Nachtrag: Nicht nur der teure Canon Blitz hat ein Bad genommen, sondern der ETTL-Empfänger der Blitzsteuerung gleich mit. Der Canon Blitz war sofort wieder einsatzbereit und hat aus einer kleinen Schramme kein Schaden genommen. Ein dickes Plus für die Qualität von Canon. Es scheint kein Wasser ins Gehäuse gelaufen zu sein. Der Akkuschacht jedenfalls war nach dem Bad total trocken.+++++ Der Empfänger musste über Nacht getrocknet werden und funktioniert aber nun auch wieder. :-))